DATEV-Export für Handwerksbetriebe: Wie die Schnittstelle funktioniert und wem sie hilft

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Wer die Buchhaltung über einen Steuerberater abwickelt, kennt das Problem: Rechnungen und Belege müssen in ein Format gebracht werden das die Steuerkanzlei verarbeiten kann – meistens DATEV. Dieser Ratgeber erklärt was ein DATEV-Export konkret ist, wem er hilft und wie er den jährlichen Aufwand mit dem Steuerberater reduziert.

Kurz erklärt

Ein DATEV-Export wandelt Rechnungs- und Buchhaltungsdaten in ein Format um, das Steuerberater direkt in ihre DATEV-Software einlesen können – ohne manuelles Abtippen. Sinnvoll ist er für jeden Handwerksbetrieb dessen Steuerkanzlei mit DATEV arbeitet, was auf die Mehrheit der deutschen Steuerberater zutrifft. Der Export ersetzt keine eigene Buchhaltungssoftware – er ist eine Brücke zwischen deinen Rechnungsdaten und der Kanzlei.

Was ist DATEV überhaupt?

DATEV ist eine Genossenschaft und gleichzeitig der Name der meistgenutzten Software für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte in Deutschland. Ein großer Teil aller deutschen Steuerkanzleien arbeitet mit DATEV-Programmen für Buchführung, Lohnabrechnung und Jahresabschlüsse.

Für Handwerksbetriebe ist das in der Praxis relevant, weil die eigene Buchhaltung meist über genau diese Steuerkanzleien läuft. Das bedeutet: Rechnungen, Belege und Kontobewegungen müssen irgendwann in die DATEV-Systeme des Steuerberaters übertragen werden – entweder manuell (Belege sammeln, einscannen, per Post oder E-Mail schicken) oder automatisiert über eine Schnittstelle.

Warum das für kleine Betriebe relevant ist

Viele denken DATEV sei nur für größere Unternehmen relevant. Tatsächlich betrifft es jeden Betrieb dessen Steuerberater DATEV nutzt – unabhängig von der eigenen Betriebsgröße. Ein Einzelunternehmer mit wenigen Rechnungen im Monat profitiert genauso von einer sauberen Datenübergabe wie ein größerer Betrieb mit vielen Vorgängen – nur skaliert der Zeitgewinn mit dem Rechnungsvolumen.

Was ein DATEV-Export konkret macht

Ein DATEV-Export nimmt deine Rechnungsdaten – Rechnungsnummer, Datum, Betrag, Kunde, ggf. Kostenstelle – und wandelt sie in ein standardisiertes Format um, das DATEV-Programme direkt verarbeiten können. Üblich sind dafür CSV-Dateien in einem festgelegten Spaltenformat, das die DATEV-Software automatisch erkennt.

Der Unterschied zur manuellen Übergabe

Manuell Mit DATEV-Export
Aufwand pro Monat Belege sammeln, sortieren, teils erneut erfassen Ein Export-Klick, Datei an Kanzlei senden
Fehlerquote Höher durch manuelle Übertragung Gering, da Daten direkt aus dem System kommen
Zeitaufwand Steuerberater Höher (manuelles Erfassen kostet Kanzlei-Gebühren) Geringer, da Daten direkt importierbar sind
Nachvollziehbarkeit Abhängig von sauberer Ablage Durchgängig aus einem System

Der praktische Effekt: weniger Zeit für Belegorganisation, weniger Rückfragen vom Steuerberater, und häufig geringere Kanzleikosten – weil viele Steuerberater manuelle Erfassungsarbeit gesondert berechnen.

Wem der DATEV-Export hilft

Weniger relevant ist der DATEV-Export für Betriebe die ihre Buchhaltung komplett selbst und ohne Steuerberater-Anbindung führen, oder deren Steuerkanzlei ein anderes System als DATEV nutzt (z. B. Lexware, Addison). In diesem Fall lohnt sich die Nachfrage welches Exportformat die eigene Kanzlei tatsächlich benötigt.

DATEV-Export vs. ZUGFeRD: Was ist der Unterschied?

Diese beiden Begriffe werden häufig verwechselt, obwohl sie unterschiedliche Zwecke erfüllen.

ZUGFeRD DATEV-Export
Zweck Rechnungen an Kunden versenden (E-Rechnung) Eigene Buchhaltungsdaten an Steuerberater übergeben
Richtung Ausgehend – an den Rechnungsempfänger Intern – an die eigene Steuerkanzlei
Rechtlicher Hintergrund E-Rechnungspflicht im B2B (Wachstumschancengesetz) Keine gesetzliche Pflicht, aber praktische Erleichterung
Format PDF mit eingebetteten XML-Daten Meist CSV im DATEV-Format

Beide Funktionen schließen sich nicht aus – im Gegenteil, sie ergänzen sich. Eine Rechnung wird als ZUGFeRD-Datei an den Kunden verschickt, und dieselbe Rechnung fließt gleichzeitig in den DATEV-Export für die eigene Buchhaltung ein.

Wie du den Export in der Praxis nutzt

Voraussetzungen klären

Was eine gute Rechnungssoftware dabei abnimmt

Moderne Handwerkersoftware wie Kalkura erstellt den DATEV-Export automatisch aus den bereits vorhandenen Rechnungsdaten – ohne dass Daten ein zweites Mal erfasst werden müssen. Du erstellst Rechnungen wie gewohnt, am Monatsende lädst du die Export-Datei herunter und schickst sie an die Kanzlei. Bei Kalkura ist diese Funktion im Profi-Tarif enthalten.

Checkliste vor dem ersten Export

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle steuerliche Beratung. Welches Exportformat und welcher Kontenrahmen konkret passt, sollte immer mit dem zuständigen Steuerberater abgestimmt werden.

Häufige Fragen

Was ist ein DATEV-Export?

Ein DATEV-Export wandelt Rechnungs- und Buchhaltungsdaten in ein Format um, das Steuerberater direkt in ihre DATEV-Software einlesen können – ohne manuelles Abtippen. DATEV ist die am weitesten verbreitete Software für Steuerberater und Buchhaltung in Deutschland.

Wer braucht einen DATEV-Export als Handwerksbetrieb?

Sinnvoll ist der Export für Betriebe deren Steuerkanzlei mit DATEV arbeitet – das betrifft die Mehrheit der deutschen Steuerberater. Auch bei höherem Rechnungsvolumen lohnt sich der Export, weil er manuelles Übertragen von Belegen erspart.

Muss ich als Handwerksbetrieb selbst mit DATEV arbeiten?

Nein. Der DATEV-Export erzeugt lediglich eine kompatible Datei die du an deinen Steuerberater weiterleitest – du musst DATEV selbst weder besitzen noch bedienen können. Die eigentliche Verarbeitung übernimmt die Steuerkanzlei.

Was ist der Unterschied zwischen DATEV-Export und ZUGFeRD?

ZUGFeRD ist ein Rechnungsformat für den Versand an Kunden (E-Rechnungspflicht). DATEV-Export dient der Übergabe eigener Buchhaltungsdaten an den Steuerberater. Beide können parallel genutzt werden – ZUGFeRD für ausgehende Rechnungen, DATEV-Export für die interne Buchhaltungsübergabe.

Kostet der DATEV-Export extra?

Das hängt von der genutzten Software ab. Bei Kalkura ist der DATEV-Export im Profi-Tarif enthalten, ohne separaten Aufpreis.

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